Walt Disney’s Beitrag zum Familienleben

mehr als nur Zeichentrickfilme?

von Daniela Blickhan

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Der Name Walt Disney hat für Kinder und Eltern einen ganz speziellen Klang. Viele Erwachsene haben seine Zeichentrickfilme in besonderer Erinnerung. Bambi und Klopfer, Susi und Strolch, die Aristocats und viele mehr sind liebe Freunde aus der Kinderzeit, die uns teilweise heute noch begleiten. Und wenn wir mit unseren Kindern ins Kino gehen, finden wir auch hier Walt Disney wieder. Man mag geteilter Meinung darüber sein, wie sich die Thematik und die Atmosphäre der Disney-Filme in den letzten Jahren seit dem „König der Löwen“ gewandelt hat – Walt Disney ist und bleibt so etwas wie eine Institution.

Dieser Artikel will allerdings keine Filmkritik betreiben sondern einen ganz anderen Disney-Aspekt in den Mittelpunkt stellen: In NLP-Ausbildungen wird die Kreativitäts-Strategie Walt Disneys gelehrt. Sie ist hilfreich, wenn es darum geht, Ziele und Visionen zu konkretisieren und alltagstauglich zu gestalten. Darüber hinaus bietet Disney’s Denkansatz weitere interessante Möglichkeiten. Einige davon sollen in diesem Artikel vorgestellt werden: Wie können wir Disney‘s Beitrag nutzen, um das Familienleben zu bereichern? Können wir dadurch die offene Kommunikation in der Familie fördern?

Inhalt

Wie können wir Disney‘s Beitrag nutzen, um das Familienleben zu bereichern? Können wir dadurch die offene Kommunikation in der Familie fördern?

Leseprobe

Die Disney-Kreativitäts-Strategie

Die Disney-Strategie wurde von Robert Dilts erarbeitet und beschrieben. Sie hilft dabei, neue, kreative und realistische Lösungen für ein Ziel oder eine Vision zu finden. Bevor wir genauer schauen, wie dies im familiären Alltag hilfreich sein kann, hier zunächste eine kurze Beschreibung der Disney-Strategie, wie sie in vielen NLP-Ausbildungen unterrichtet wird.

Die Strategie lebt davon, daß wir nacheinander in verschiedene Rollen schlüpfen, und so einen kreativen Kreislauf aufbauen. Schauen wir uns diese Rollen genauer an:

  1. Zunächst ist der Träumer an der Reihe. Wir malen uns die Vision oder das Traumziel bildlich aus – wir denken also in Bildern. Der Träumer sieht seine Ideen wie auf einer Leinwand und malt sich alles aus, was und wie er möchte. Der Träumer ist zukunftsorientiert.
  2. Nun geht es an die Umsetzung: Wir „probieren“ die Realisierung der Vision, die der Träumer gesehen hat. Dies geht möglichst lebendig und praktisch vor sich: Wenn ich diesen Traum in die Tat umsetze, wie würde ich mich dabei fühlen? Was sage ich, was tue ich? Diese Position nennen wir den Realisierer.  seine Repräsentation ist motorisch-kinästhetisch. Er konzentriert sich aufs konkrete Tun und erlebt alles in der Gegenwart.
  3. Im dritten Schritt geht es um die Frage, wie die Umsetzung des Ziels gelungen ist. Dazu holen wir einen dritten dazu, der in die Rolle des Kritikers schlüpft. Er fragt sich im inneren Dialog: Was könnte man verbessern? Was sind Chancen und Risiken der Umsetzung? Was sollte berücksichtigt werden? Entscheidend ist dabei, daß der Kritiker kein „Spielverderber“, sondern ein Qualitäts-Manager ist. Er will nicht die anderen beiden Positionen bekämpfen, sondern gemeinsam mit ihnen eine optimale Lösung erarbeiten. Deshalb stellt der Kritiker konstruktive Fragen. Er nimmt die Umsetzung des Realisierers als Basis, um daraus Fragen zu entwickeln, die er dem Träumer vorlegt. Dabei denkt er in einer größeren Perspektive und bezieht Erfahrungen aus Gegenwart und Vergangenheit ein.

Wir haben also ein Team, denn alle Persönlichkeits-Anteile, die am kreativen Prozess beteiligt sind, arbeiten miteinander statt gegeneinander. Auch der Kritiker ist als entscheidender Kooperationspartner dabei. Er hat die Fähigkeit, eine Idee auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Im NLP heißt dieser Aspekt Ökologie und ist eines der wichtigsten Kriterien für die Stabilität neuer Ideen und Verhaltensweisen.

Damit hat Disney wesentliche Probleme des kreativen Prozesses genial gelöst: Das große Risiko ist nämlich, daß gute Ideen voreilig abgeschossen werden. Dieses Risiko wird durch die Zwischenstufe des „Realisierers“ abgefangen. Er probiert die Ideen erst einmal aus, bevor sie auf den Prüfstand des Kritikers kommen. Dessen Kritik zielt dann nicht auf die Idee des Träumers selbst, sondern nur auf ihre Realisierung.

Soweit die Beschreibung der einzelnen Rollen der Disney-Strategie – schauen wir uns dies einmal im Kontext „Familie“ genauer an.

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