Schlagwort: Negativity Bias

Meereswellen von oben, die an einen hellen Sandstrand laufen

Weisheit kann man üben

„Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.“ Ich mag diesen Satz von George Bernard Shaw, weil er so freundlich daran erinnert, wie schnell wir mit unserem Urteil über andere fertig sind. Haben wir uns einmal ein Bild von jemandem gemacht, bleiben wir gerne dabei, denn das

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Eine Steintreppe, die in mehreren Stufen nach oben führt

Die logischen Ebenen nach Robert Dilts

In einem Seminar bei Matthias Varga von Kibéd zu Systemischen Strukturaufstellungen fragte jemand, ob man die „Repräsentanten“ dort auch „Rollenspieler“ nennen könne. Seine Antwort habe ich seither nicht vergessen: „Ja, man kann, wenn man im Kopf behält, dass es weder eine Rolle ist noch dass sie gespielt wird.“ Mit genau dieser Gelassenheit lässt sich auch mit dem Begriff der „logischen Ebenen“ arbeiten. Man kann ihn benutzen, solange man weiß, dass es weder Ebenen sind noch

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Was Coaches über Depression und Burnout wissen sollten

Was Coaches über Depression und Burnout wissen sollten

Dieser Artikel erschien 2014 in Heft 1 von Praxis Kommunikation (damals noch Kommunikation & Seminar) im Junfermann Verlag. Im Oktober 2026 habe ich ihn überarbeitet: mit neuen Zahlen, den aktuellen Diagnosesystemen und einem Abschnitt dazu, wo Coaching endet. Innerhalb eines Jahres hat in Deutschland etwa jede*r dreizehnte Erwachsene eine depressive Störung; die große Gesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts kam mit diagnostischen Interviews auf 7,7 Prozent (Jacobi et al., 2014). Rechnet man das auf die Bevölkerung hoch,

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Sanduhr als Symbol für Achtsamkeit und innere Ruhe

Wie lange muss ich meditieren?

Am Freitag bin ich im Greater Good Magazine der Universität Berkeley über einen Artikel gestolpert, dessen Titel mich sofort angesprochen hat: „For how long do you need to meditate?“ Wie lange muss ich also meditieren, damit es etwas bringt? Ich kenne diese Frage gut, auch von mir selbst. Zwanzig Minuten am Morgen klingen nach einem guten Vorsatz, und ab und zu gelingt mir das auch. An vielen anderen Tagen … aber eher nicht. Und dann

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Positive Psychologie Ausbildung Online

Positive Psychologie online lernen: Geht das wirklich?

Sechzehn Tage Positive Psychologie, und das am Bildschirm? Wenn du schon einmal einen ganzen Tag in Videokonferenzen verbracht hast, ahnst du, warum diese Frage viele beschäftigt: Müde Augen, stumme Kacheln, und nach der dritten Pause hört kaum noch jemand richtig zu. Die Teilnehmenden unserer Online-Gruppen erzählen aber etwas völlig anderes. „Dass trotz des Online-Formates eine grandiose Gruppen-Dynamik ermöglicht wurde und eine vertrauensvolle Atmosphäre“, schrieb Anja nach ihrem Abschluss im Juni 2026. Anne aus derselben Gruppe

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Zwei rote Gartenstühle auf einem Podest im Grünen

Bevor du dich entscheidest, lass uns reden

Vielleicht kennst du das: Du weißt schon, dass du mit Menschen arbeiten möchtest, und hast unseren Ausbildungswegweiser vor dir, mit allen Wegen, jedem Modul und seiner Dauer. Nur wo du selbst auf dieser Karte stehst, sagt er dir nicht. Er ist ein bisschen wie eine Wanderkarte ohne den roten Punkt „Sie sind hier“. Eigentlich könntest du einfach anrufen. Aber ist die Frage dafür nicht zu klein? Und wird das dann gleich ein Verkaufsgespräch? Warum ein

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Offene Werkzeugkiste, dicht gefüllt mit Maul- und Ringschlüsseln in vielen Größen, dahinter Schraubendreher mit roten und gelben Griffen

Ich bin kein Methodenkoffer

Im Coaching ist gern vom „Werkzeugkasten“ die Rede: die passende Frage, das passende Format, die passende Intervention, jeweils zur passenden Zeit. Das Bild ist eingängig, und zum Teil auch zutreffend, denn Methoden sind wichtig, und eine fundierte Coachingausbildung wird sie selbstverständlich auch vermitteln. Doch wenn Coaching nur darin bestünde, den „Schraubenschlüssel der passenden Größe“ zu finden und anzusetzen, dann hätten wir Coaches inzwischen ernstzunehmende Konkurrenz. Denn gute Fragen stellen, das kann heute auch eine KI.

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Dr. Daniela Blickhan, Leiterin des INNTAL INSTITUTS, im Podcast-Gespräch

Positive Psychologie ohne Glückszwang

Was hast du gestern Schönes erlebt? Und was war gestern anstrengend? Welche der beiden Fragen kannst du schneller beantworten?  Genau darum spreche ich mit Georgiy Michailov in der neuen Folge seiner SMP LeaderTalks. Wir haben die Folge Positive Psychologie ohne Glückszwang genannt, und dieser Titel trifft ziemlich genau das, was mir seit Jahren am Herzen liegt: Positive Psychologie ist nicht die Aufforderung (oder gar das Diktat), glücklich zu sein. Sie ist die Wissenschaft davon, was

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