Schnell soll es gehen, viel ist in unsere Tage hineingepackt, und effizient wollen wir deshalb handeln. Gerade jetzt zum Jahresende erleben viele von uns, wie sich ihr Grundtempo noch weiter beschleunigt. Achtsamkeit scheint da weit entfernt – weil wir denken, sie braucht viel Zeit. Doch gerade im schnell-lebigen Alltag können uns kurze Atempausen helfen, innerlich zur Ruhe zu kommen und einen neuen Fokus zu finden.
Im INNTAL bieten wir ab 2026 einen neuen Online-Workshop an: Achtsam und stark durchs Leben
Almut Sohn leitet diesen Workshop und stellt hier eine kurze, wirkungsvolle Achtsamkeitspraxis vor. Viel Freude dabei!
Die Sanduhr-Meditation
Diese eine einfache, kraftvolle Übung unterstützt drei verschiedene Geisteszustände und Charakterstärken:
- neugierige Offenheit
- konzentrierte Selbst-Regulation und
- frische Weitsicht.
Die „Denkarten des Geistes“ nacheinander bilden die Form einer Sanduhr:
- der erste Teil ist weit geöffnet wie ein Trichter: die weite Wahrnehmung
- dann verengt sich der Geist durch Fokussierung auf den Atem (oder einen anderen Anker). Das ist die Mitte der Sanduhr.
- Im dritten Teil öffnet sich der Geist wieder weit. Wir erweitern unseren Fokus auf Stärken, auf Möglichkeiten, auf neue Potentiale.
Neugierige Offenheit: Was noch?
Jede Phase hat ihren eigenen Wert: Mit offenem Geist gelingt es uns leichter, nicht an einzelnen Gedanken oder Gefühlen festzuhalten.
Wir nehmen wahr, was gerade ist, wie wir uns fühlen, ohne es gleich zu bewerten.
Spannend ist, wie uns die Stärke Neugier dabei hilft. Wir können dafür die Frage „was noch?“ nutzen, um unsere Wahrnehmung zu weiten. Diese einfache Frage stupst uns quasi an, ein bisschen weiter zu erkunden, was gerade ist.
Wenn ein Gedanke sich in den Vordergrund schiebt, können wir innerlich sanft sagen: „Ok, Gedanke, ich sehe dich. Und was ist da sonst noch? Was kann ich noch entdecken? Welche Stärke kann ich gerade jetzt in diesem Moment spüren?“
Selbstregulation als innere Zentrierung
Die Konzentration auf einen Punkt, wie zum Beispiel den Atem, ist wie ein Anker für unseren Geist. Wir steuern unsere Aufmerksamkeit bewusst, und so unterstützten wir unsere Stärke der Selbstregulation. Gefühle und Gedanke die unwillkürlich auftauchen, können wir loslassen, indem wir mit unserer Aufmerksamkeit immer wieder zu unserem Fokus zurückkommen:
Wir bündeln unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache, z.B. indem wir uns innerlich freundlich sagen „zurück zum Atem“. Und wieder: „zurück zum Atem.“
Weitsicht – das große Ganze und die Verbundenheit
Von unserem Fokuspunkterweitern wir nun unsere Aufmerksamkeit: auf unseren ganzen Körper und auf unsere Umgebung.
Die Stärke Weitsicht ist die Fähigkeit, das große Ganze zu sehen und Weisheit in Entscheidungen einzubringen. Wir können damit neue Möglichkeiten entdecken, unsere Werte und Stärken zu leben und das Einssein von Körper und Geist zu spüren.
Ein paar Minuten, um zur Ruhe zu finden
Vielleicht magst du dir heute kurz Zeit nehmen und die Sanduhrmeditation ausprobieren? Du kannst sie in 30 Sekunden als innere Ausrichtung nutzen oder 5, 10 oder 15 Minuten lang ausweiten.
Gemeinsam die eigenen Stärken in der Achtsamkeit ausbauen
Wenn du sie in der Gruppe angeleitet üben möchtest, komm gerne zu meinem neuen Online-Workshop am INNTAL: Achtsam und stark durchs Leben
Am 09.02. geht’s los, in kurzen, alltagtauglichen Online-Treffen 🙂
Praktische Hilfe, um zur Ruhe zu kommen: Achtsamkeitsübungen mit Sasha und Daniela Blickhan
Daniela oder Sasha Blickhan leiten dich in kurzen Achtsamkeitsübungen an. Es gibt verschiedene Achtsamkeitsübungen zur Auswahl, zum Beispiel einfache Übungen zur Wahrnehmung des eigenen Körpers oder des Atems, und es gibt auch angeleitete Meditationen auf Basis der Positiven Psychologie, zum Beispiel zu Stärken, Dankbarkeit oder Freundlichkeit.
Im Blogartikel Achtsamkeit und Positive Psychologie findest du mehr dazu
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